Maden in getrockneten morokkanischen Datteln, Würmer in Pflaumen und Insektenexkremente in anderen getrockneten Früchten sollen vorkommen. Dass man mittlerweile aber sogar Mäuseköpfe im Tiefkühlgemüse finden kann, ist eher gruselig als amüsant.
Im September 2008 waren auf Malta Teile toter Mäuse in Säcken voll Tiefkühlgemüse gefunden worden, die aus Belgien stammten. Ende Mai diesen Jahres war es zu ähnlichen Funden in Finnland gekommen. Das Gemüse stammte erneut aus Belgien. Die Produkte wurden jeweils sofort vom Markt genommen.
Bekannt wurden sie trotzdem. Und zwar durch das EU-Schnellwarnsystem für Lebensmittel und Futtermittel (RASFF). Insgesamt hat die RASFF mittlerweile mindestens ein halbes Dutzend solcher Fälle mit Ursprungsland Belgien verzeichnet, darüberhinaus wird vermutet, dass es noch mehr solcher Vorfälle gibt, die von einigen Ländern aber nicht gemeldet werden, da die Gefahr solcher Funde für die Lebensmittelsicherheit nicht sehr groß sei. Ob das stimmt, bleibt fraglich, denn erst vor Kurzem wurden in Frankreich Glasstücke in Fertigkaffee entdeckt.
Im Falle des Mäusekopfes hantieren die Verantwortlichen mit dürftigen Argumenten: Da der Mäusekopf selbst tiefgefroren sei, könne er nicht schimmeln und stelle aus diesem Grund keine Gefahr für die Verbraucher dar. So argumentierte Romain Cools vom Belgischen Verband der Frucht- und Gemüseverarbeiter (Vegebe), der sich nach diesen Vorfällen nun rechtfertigen muss. Seiner Meinung nach ist es technisch unmöglich, unerwünschte Zutaten wie Mäuseteile im Gemüse zu vermeiden.