25
Mai

Der Gründer eines Magazins, ein Nasa-Ingenieur und ein Schokoladen-Experte haben sich zusammengesetzt und sind auf eine verrückt-geniale Idee gekommen. Sie erfanden die welterste interaktive Schokolade.
Was sich anhört wie eine skurrile Geschichte ist in Wirklichkeit eine ziemliche Innovation. Ziel der drei ist die Entwicklung einer interaktiv entwickelten, qualitativ hochwertigen und politisch korrekt produzierten Schokolade. Der Weg dorthin ist so unkompliziert wie genial.
Die gesamte Schokoladenproduktion wird über das iPhone gesteuert. Auf den iPhones der Entrepreneurs sind eigens programmierte Apps installiert, über die sich sowohl das Forschungslabor als auch die Produktion der Schokolade von fast jedem Ort der Welt steuern lassen. Kakao-Mühlen, Rührgeräte und Kesseltemperaturen können per iPhone kontrolliert wie reguliert werden. Ferngesteuerte Videokameras bringen darüberhinaus jeden Winkel der Firma aufs iPhone.
Die Firma, die diese neue Art, Schokolade zu produzieren, betreibt, nennt sich “Tcho”. Das steht für “Technology” und “Chocolate”.
Nachhaltiger Anbau und fairer Handel gehören ebenso zur Firmenstrategie wie ein hoher Qualitätsanspruch. In Zukunft sollen Schokoladensorten mit sechs unterschiedlichen natürlichen Aromen entstehen. Dazu werden bei “Tcho” Kakaobohnen aus den verschiedensten Ländern verarbeitet. Derzeit werden Bohnen aus Madagaskar, Peru und Ghana für Schokoladensorten mit nussigem, zitronigem, fruchtigem oder karamell-malzigem Aroma verwendet. Nach Bohnen für Schokoladensorten mit erdigem und blumigem Geschmack wird noch gesucht.
Wie bei anderen Online-Produkten auch, gibt es für die Schokolade 2.0. Beta-Tester. Die bekommen reale Schokoladen-Pakete nach Hause geschickt und müssen daraufhin innerhalb von 48 Stunden einen Online-Fragebogen zum Aroma der Test-Schokolade ausfüllen. So entscheiden sie über den Geschmack und helfen ein kleines bisschen mit, neue Produkte zu entwickeln.

25
Mai

Die schwedische Molkerei Lindahl kauft ein Bild von einer Datenbank. Dieses Bild zeigt das Gesicht eines Mannes. Um ihrem “türkischen Joghurt” eine eigene Note zu geben, drucken sie das Konterfei des mutmaßlich türkischen Mannes auf die Verpackung. Der Joghurt verkauft sich gut. Ob das an dem sympathischen, südlich aussehenden Mann liegt, der die Verpackung ziert, sei dahingestellt.
Doch plötzlich erhält die Molkerei Post. Sie kommt aus Griechenland, Absender ist der vermeintliche Türke, mit dessen Gesicht die Firma für ihren Joghurt wirbt. Der Herr, mit dem die Molkerei die Verpackungen ihres “türkischen” Joghurts zu verzieren pflegt, ist nämlich gar kein Türke, sondern Grieche. Er hat zur Türkei nicht die geringste Verbindung, die beiden Staaten sind allgemein eher schlecht aufeinander zu sprechen.
Ein Freund des Mannes hatte ihn auf den schwedisch-”türkischen” Joghurtbecher, der mit seinem Gesicht umworben wird, aufmerksam gemacht. Er wird sauer und verklagt die Firma nun auf Schadensersatz in einer Höhe von 50 Millionen Schwedischen Kronen, also etwa 5 Millionen Euro.
Die schwedische Molkerei hingegen ist sich keiner Schuld bewusst, Angaben des Chefs der beschuldigten Molkerei zufolge habe die Firma Lindahl das Bild von einer Datenbank gekauft. Aus diesem Grund sei niemand davon ausgegangen, dass es sich bei dem abgebildeten Mann nicht um einen Türken handeln könnte.

25
Mai

PacMan ist dreißig. Zum Geburtstag des Klassikers stellte Google in der letzten Woche eine Mini-Version des Kultspiels auf die Startseite. Der “Auf gut Glück!”-Button wurde durch einen Button ersetzt, auf dem “Münze einwerfen” stand. Wer das versteckte Spiel erkannte, konnte den kleinen Pac Man in der Mini-Version auf der Google-Startseite Punkte fressen lassen. Dabei galt es, innerhalb eines einfachen Labyrinths vor Monstern zu fliehen und dabei möglichst viele Punkte sowie Kraftpillen zu fressen.
Bei Usern des Mozilla-Firefox-Browsers erklang zusätzlich die Startmelodie des Spiels. Diese kleine Melodie sorgte für Furore beim Mozilla-Support-Team. Viele User waren verwundert über die Musik, die beim Öffnen der Google-Startseite erklang und erkannten weder Pac Man noch die Melodie. Daraufhin wandten sich viele Firefox-User an die Support-Mitglieder, die sich daraufhin direkt um einen erklärenden Artikel kümmerten. Dieser wurde aber für viele verwirrte User erst mit großer Verzögerung sichtbar, weil der Server überlastet war.
Die Firma RescueTime hat indessen ausgerechnet, wieviel Arbeitszeit durch das kleine Geburtstagsgeschenk von Papa Google an den kleinen Pac Man verloren ging. Durchschnittlich verbrachte jeder User am 23. Mai etwa 36 Sekunden mit dem Spiel. Das klingt wenig. Wenn man aber bedenkt, dass es sich bei Google um die weltgrößte Suchmaschine handelt, muss man weiterrechnen. Laut der Suchmaschine Wolfram Alpha haben am 23. Mai etwa eine halbe Milliarde User die Google-Startseite aufgerufen. Wenn nun jeder von ihnen 36 Sekunden Pac Man gespielt hat lässt sich daraus errechnen, dass mit dem kleinen Spaß von Google knapp 4.819.352 Stunden Arbeitszeit verloren gegangen sind.
Google selbst ist mit seiner Aktion zufrieden. Die Pac-Man-Mini-Version ist von nun an ständig abrufbar unter www.google.com/pacman.

06
Mai

Was auf den ersten Blick anmutet wie ein Häuserblock aus einem Science-Fiction-Film, entpuppt sich bei näherer Betrachtung als Computer-Gehäuse: das Thermaltake Level 10. Große Besonderheit des Gehäuses ist sein modularer Aufbau. Alle Hauptkomponenten des Rechners sitzen dabei in separaten Kästen, die am vertikalen Basisteil des Gehäuses angebracht sind. Diese können einzeln geöffnet und entfernt werden, was Ein- und Ausbau der Hardware erleichtert. Das Level 10 nimmt ATX und Micro ATX Boards auf. e-SATA und USB Anschlüsse, HD Audio und ausreichend Erweiterungs-Slots für Laufwerke lassen kaum Wünsche offen.pc
Mit dem Design will der Hersteller einerseits natürlich gehobenen optischen Ansprüchen technikbegeisterter Spieler Rechnung tragen. Die teure Technik im Inneren wird nicht versteckt, sondern in einem einzigartigen Gesamtgebilde in Szene gesetzt. Das schwarze Aluminiumgehäuse wirkt edel. Statt vieler auffälliger Blinklichter gibt es nur wenige dezente LEDs.
Das Gehäuse hat jedoch nicht nur optische Reize, sondern auch praktische Qualitäten. Dieses Konzept ist die ästhetische Antwort auf die physische Notwendigkeit ausreichender Kühlung, so der Hersteller. Die offene Architektur soll dabei bestmögliche Luftzirkulation in den einzelnen Boxen ermöglichen. Lüfter an Front- und Rückseite, sowie für Festplatten sind bereits ab Werk verbaut.
Die Schattenseiten des Gehäuses: einerseits der etwas happige Preis. Wer auf das extravagante Design verzichten kann, bekommt heutzutage für das gleiche Geld schon ein durchaus brauchbares Komplettsystem. Zum anderen bringt der schwarze Alu-Bolide stolze 22kg auf die Waage. Wer damit also öfters auf LAN-Partys protzen will, sollte vorher zunächst ein wenig Krafttraining betreiben. Diese Punkte werden echte Technik-Freaks aber natürlich wenig abschrecken.
Mit dem Level 10 beweist Thermaltake, dass es keiner bunten Blitzlichtgewitter und fragwürdiger Gimmicks bedarf, um ein auffälliges PC-Gehäuse zu entwerfen. Dezent, edel und dennoch praxisorientiert – und ein verdienter Bronze-Gewinn bei den 2009 IDEA Awards.

[1] http://www.thermaltake.de/index.aspx

[2] http://www.ttlevel10.com/

[3] http://hardware.magnus.de/pc-komponenten/artikel/top-10-die-abgedrehtesten-pc-gehaeuse-casemodding-ab-werk.html

[4] http://www.idsa.org/IDEA2009/index.html

06
Mai

Eine Promotion-Aktion für die Xbox360 Variante des neuen Splinter Cell: Conviction im neuseeländischen Auckland ging gehörig nach hinten los. Im Rahmen einer PR-Aktion zum Verkaufsstart des aktuellen fünften Teils der bekannten Splinter Cell Spieleserie stürmte am vergangenen Freitag Abend gegen 20:00 Uhr ein Schauspieler den Außenbereich eines Pubs in Aucklands belebtem Viaduct Basin. In voller Verkleidung, mit bandagierten Händen und einer falschen Pistole bewaffnet, bedrohte er mehrere, verständlicherweise schockierte, Anwesende. Durch erschrockene Ausrufe „Er hat eine Waffe!“ alarmiert, suchten die Gäste unter Tischen Schutz.
Kurz darauf eintreffende bewaffnete Polizeikräfte konnten den Mann überwältigen, glücklicherweise ohne dass jemand ernsthaft zu Schaden kam. Von offizieller Seite hieß es, die Polizei verurteile die Aktion, da bis zur Sicherstellung der Waffe nicht bekannt war, dass es sich lediglich um ein Plastikimitat handelte. Man befürchte, dass derart gewagte Aktionen in Zukunft auch weniger glimpflich ausgehen könnten. Laut Polizeiaussage wurden zwei Personen vor Ort verwarnt.
Die Monaco Corporation, Marketing Partner des Spiele-Publishers Ubisoft, entschuldigte sich für die misslungene Aktion, wies jedoch die Schuld mit der Begründung von sich, man habe ein anderes Marketing Unternehmen mit der Aktion beauftragt. Dass Schusswaffen zum Einsatz kommen sollten, davon habe man nichts gewusst.
Innovative Werbeaktionen sind wichtig, das steht außer Frage. Ob in Zeiten allgegenwärtiger Terrorangst der hier eingeschlagene Weg besonders ratsam ist, darf jedoch bezweifelt werden. Bleibt nur zu hoffen, dass solche PR-Schüsse nicht irgendwann einmal sprichwörtlich nach hinten losgehen.

[1] PC Games: http://www.pcgames.de/Tom-Clancys-Splinter-Cell-Conviction-PC-222285/News/Splinter-Cell-Conviction-Marketing-Gag-fehlgeschlagen-Polizei-nimmt-Schauspieler-fest-745390/

[2] NZ Herald: http://www.nzherald.co.nz/technology/news/article.cfm?c_id=5&objectid=10639139

06
Mai

Sie sind ein fast schon obligatorisches Element von Science-Fiction Filmen: Roboter, Androiden, künstliche Menschen. Doch auch in der Wirklichkeit geht die Entwicklung dieser mehr oder weniger menschenähnlichen Maschinen voran. Roboter werden für immer mehr Einsatzgebiete entwickelt. Angefangen beim kleinen automatischen Reinigungs-Bot, über Messeroboter die Besucher begrüßen und informieren bis hin zu komplexen Maschinen, die selbständig ihre Umwelt erkennen und damit interagieren oder versuchen, menschliches Aussehen und Verhalten zu imitieren.
Das beste daran: Roboter sind längst nicht mehr nur Forschungsabteilungen oder Universitäten vorbehalten. Auch für den Einsatz in Privathaushalten gibt es verschiedenste Modelle, zur Zeit hauptsächlich noch automatische Reinigungsmaschinen oder Rasenmäher. Für Modellbaufreunde wesentlich interessanter sind dagegen Maschinen wie der RoboNova-I von HiTEC Robotics. Er ist rund 30cm groß und könnte rein äußerlich gut und gerne einem Transformers Film entliehen sein. Gefertigt ist er aus gehärtetem Kunststoff und eloxiertem Aluminium. Angetrieben wird er von 16 Servos.

Zugegeben, selbständig denken kann er nicht. Dazu bedarf es der Führung durch einen Menschen. Bewegungsabläufe werden per mitgelieferter Software erstellt. Einfach per Schieberegler einzelne Servos bewegen, Anfangs- und Endpunkt per Mausklick bestätigen und schon sind einfache Bewegungen erstellt. Anfänger erzielen somit schnell die ersten Erfolge. Fortgeschrittene gehen einen Schritt weiter und kombinieren diese Bewegungen zu komplexen Abläufen.
Wem das alles noch nicht weit genug geht, der greift zu Robo-Basic, einem für den RoboNova-I optimierten Basic-Dialekt, komplett mit eigenständiger Entwicklungsumgebung mit Editor und Compiler. Dieses stellt Befehle zum Beispiel für Servo Motion Feedback oder synchrone Servobewegungen bereit. Auch steht Experten auf Grund der modularen Bauweise die Möglichkeit offen, den Roboter für spezielle Anwendungen umzurüsten oder zu erweitern.
Der RoboNova-I ist nicht ganz billig, in Anbetracht der fortschrittlichen Technik und vielfältigen Verwendungs- und Erweiterungsmöglichkeiten seinen Preis aber wohl wert. Definitiv ein spannendes „Spielzeug und ein interessanter Ausblick auf das, was in den nächsten Jahren auf diesem Gebiet noch zu erwarten sein wird.

[1] http://www.robonova.de/store/home.php

06
Mai

Ein Geburtstagsgeschenk der nicht ganz alltäglichen Sorte machte sich vor kurzem der japanische Spielzeughersteller Takara Tomy Co. of Japan. Anlass war das 40. Jubiläum Tomica, der hauseigenen Marke von Spritzgussautomodellen und Zubehör. Umfasste die Modellpalette zu Anfang nur japanische Modelle, wurde sie später auch auf ausländische Fabrikate erweitert. So sind seit 1970 über 800 verschiedene Typen, insgesamt über eine halbe Milliarde mal in alle Welt verkauft worden. Spielzeuge für die Kleinen, Sammlerstücke für die Großen.
Und ein wirklich exklusives Sammlerstück gab es nun zum 40-jährigen Bestehen: ein Modell des Nissan Fairlady Z432, perfekt nachgebildet bis ins kleinste Detail. Eine Länge von 7cm und ein Gewicht von 210g mögen nicht sonderlich spektakulär klingen. Was dieses Exemplar jedoch aus der Masse von hunderten anderer Modelle hervorstehen lässt, ist sein Material. Denn anders als die Produkte für den Massenmarkt wurde es in einmonatiger Handarbeit und vollständig aus Platin gefertigt.
Dass solch ein gutes Stück dann auch gleich ein wenig mehr als die Standardmodelle kosten dürfte, sollte wohl jedem klar sein. Der von Tomica geschätzte Preis liegt bei $80.000. Kleiner Wermutstropfen dabei: verkäuflich ist der Mini-Luxus-Nissan nicht. Und wer mit dem Gedanken spielt, sein Geld stattdessen in ein Original zu investieren, der dürfte dafür wohl sogar noch tiefer ins Portemonnaie greifen müssen. Vom Z432 wurden lediglich 420 Exemplare gebaut, was ihn entsprechend selten und begehrt macht.
Wer wenigstens einen Blick auf das Einzelstück werfen möchte, der kann dies Ende April auf der Osaka Tomica Fair tun.

Mehr dazu:

[1] http://japanesenostalgiccar.com/blog/2010/03/09/still-cheaper-than-the-real-thing-platinum-tomica-nissan-fairlady-z432/

[2] http://www.autoblog.com/2010/03/11/going-platinum-the-80-000-tomica-nissan-fairlady-z432/

[3] http://www.auto.de/blog/showblog/entryId/602/Ein-Luxusspielzeug-der-Tomica-Nissan-Fairlady-432-aus-Platin

06
Mai

Das Weltall, seine Planeten und ihre Beziehung untereinander faszinieren die Menschen schon seit hunderten von Jahren. Für alle Astronomie-Interessierten bietet sich hier eine spannende Möglichkeit, unser Planetensystem selber zu erschaffen. Nun ja, zumindest in kleinem Maßstab, mit einem Planetarium-Bausatz, fernab der üblichen Flugzeug-, Auto- oder Eisenbahnmodelle. Angelehnt ist das Kopernikus-Planetarium an die mechanischen Kurbel-Planetarien, wie sie seit dem 18. Jahrhundert zunächst in England, später auch in Deutschland entstanden. Es stellt ein wissenschaftlich exaktes Modell unseres Sonnensystems dar. Erde
Es zeigt die drei der Sonne am nächsten befindlichen Planeten: Merkur, Venus und die Erde, in korrekten Größenverhältnissen. Durch Drehen der Kurbel wird der komplexe Mechanismus in Gang und die Planeten auf ihren jeweiligen Umlaufbahnen in Bewegung versetzt. Die Erde wird, während sie sich um ihre eigene Achse dreht, vom Mond umkreist. Selbstverständlich berücksichtigt das Modell auch an die Schräglage der Erdachse. Das Planetarium zeigt verschiedene himmlische Vorgänge auf anschauliche Art und Weise, darunter die Entstehung von Finsternissen und Mondphasen (möglichst in einem abgedunkelten Raum) oder das Wandern der Sonne durch den Tierkreis.
Die Hauptbauteile bestehen aus stabilem Karton mit edlem Goldaufdruck und sind komplett vorgestanzt. Statt mechanischer Zahnradgetriebe, wie sie noch in den historischen Originalen verbaut wurden, kommen im Modell modernere Materialien zum Einsatz. Rundriemen aus Nitrilkautschuk sowie Rillenräder und leichtgängige Lager aus Kunststoff. Eine helle LED bringt die Sonne im Zentrum zum Erstrahlen.
Das Kopernikus-Planetarium ist ein interessanter Geheimtipp für Hobby-Astronomen und ambitionierte Bastler mit Geduld. Der Aufbau des Modells kann nämlich durchaus einige Abende in Anspruch nehmen.