Mai
Der Gründer eines Magazins, ein Nasa-Ingenieur und ein Schokoladen-Experte haben sich zusammengesetzt und sind auf eine verrückt-geniale Idee gekommen. Sie erfanden die welterste interaktive Schokolade.
Was sich anhört wie eine skurrile Geschichte ist in Wirklichkeit eine ziemliche Innovation. Ziel der drei ist die Entwicklung einer interaktiv entwickelten, qualitativ hochwertigen und politisch korrekt produzierten Schokolade. Der Weg dorthin ist so unkompliziert wie genial.
Die gesamte Schokoladenproduktion wird über das iPhone gesteuert. Auf den iPhones der Entrepreneurs sind eigens programmierte Apps installiert, über die sich sowohl das Forschungslabor als auch die Produktion der Schokolade von fast jedem Ort der Welt steuern lassen. Kakao-Mühlen, Rührgeräte und Kesseltemperaturen können per iPhone kontrolliert wie reguliert werden. Ferngesteuerte Videokameras bringen darüberhinaus jeden Winkel der Firma aufs iPhone.
Die Firma, die diese neue Art, Schokolade zu produzieren, betreibt, nennt sich “Tcho”. Das steht für “Technology” und “Chocolate”.
Nachhaltiger Anbau und fairer Handel gehören ebenso zur Firmenstrategie wie ein hoher Qualitätsanspruch. In Zukunft sollen Schokoladensorten mit sechs unterschiedlichen natürlichen Aromen entstehen. Dazu werden bei “Tcho” Kakaobohnen aus den verschiedensten Ländern verarbeitet. Derzeit werden Bohnen aus Madagaskar, Peru und Ghana für Schokoladensorten mit nussigem, zitronigem, fruchtigem oder karamell-malzigem Aroma verwendet. Nach Bohnen für Schokoladensorten mit erdigem und blumigem Geschmack wird noch gesucht.
Wie bei anderen Online-Produkten auch, gibt es für die Schokolade 2.0. Beta-Tester. Die bekommen reale Schokoladen-Pakete nach Hause geschickt und müssen daraufhin innerhalb von 48 Stunden einen Online-Fragebogen zum Aroma der Test-Schokolade ausfüllen. So entscheiden sie über den Geschmack und helfen ein kleines bisschen mit, neue Produkte zu entwickeln.


